Wasserwirtschaftliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Gemeinde Lehnstedt

Die Gemeinde Lehnstedt ist durch Starkregen und Hochwasser gefährdet, insbesondere durch den Lehnstedter Bach und seine Nebengewässer. Die Topografie des Ortes, geprägt durch die Tallage am Lehnstedter Bach und die ansteigenden Hänge, verstärkt die Hochwassergefahr. Im Süden Lehnstedts verläuft eine Bahntrasse, die bei starken Niederschlägen eine Barriere gegen das unkontrollierte Einströmen von Oberflächenwasser bildet.
Aktuell wurden die Leistungsphasen 1-4 von der TAB bewilligt und die Planungen für die Hochwasserschutzmaßnahmen laufen an. Die Bevölkerung wird im Zuge des Planungsprozesses aktiv beteiligt. Die geplanten Maßnahmen umfassen:
- Freihaltung und Pflege von Gräben: Regelmäßige Grünpflege und Freihaltung von Laub und Schlamm, um die Abflusskapazität zu erhöhen.
- Rückbau ökologisch hinderlicher Querbauwerke: Entfernung von Durchlässen, die bei Hochwasser hinderlich sind, um eine schadlose Abflussführung zu gewährleisten.
- Schaffung von Retentionsflächen: Rückhaltung von ca. 3.500 m³ Wasser oberhalb der Gemeinde, um die Hochwassergefahr zu reduzieren.
- Aktivierung von Oberflächenwasser auffangenden Gräben: Aufweitung des Gewässers und ökologische Profilumgestaltung zur Verbesserung der Gewässerstruktur.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Wassermassen in der Landschaft zurückzuhalten und die Sicherheit der Gemeinde zu erhöhen.