Weltwassertag am 22. März 2022

Um der Bedeutung unseres Wassers Aufmerksamkeit zu widmen, findet seit 1993 am 22. März der Weltwassertag statt, welcher seit 2003 von UN-Water organisiert wird. Das Thema in diesem Jahr ist „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“.

Grundwasser ist Teil unseres Wasserkreislaufs und macht mehr als 30 Prozent der Süßwasserreserven der Erde aus. Es gilt als der wichtigste Trinkwasservorrat Deutschlands. Aufgrund seiner Verborgenheit ist die wertvolle Ressource nicht allgegenwärtig und wird selten in das Bewusstsein des Menschen gerufen.

Grundwasser bildet sich durch Versickerung von Niederschlagswasser oder durch Infiltration aus unseren Oberflächengewässern. Bei einem hohen Grundwasserspiegel ist auch der umgekehrte Weg des Wassers in die Fließgewässer über eine sogenannte Exfiltration möglich.

Unsere sichtbaren und unsichtbaren Wasservorkommen sind für Menschen, Tiere und Pflanzen eine elementare Lebensgrundlage. Daher ist es besonders wichtig, unsere Gewässer vor Verunreinigungen zu schützen.

Mit ihrer Arbeit leisten die Gewässerunterhaltungsverbände einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Funktionsfähigkeit der Gewässer und somit zur Wahrung der Lebensräume sowie zum Schutz von Arten und Infrastrukturen.

Mit der Gründung der Thüringer Gewässerunterhaltungsverbände im Jahr 2019 wurde ein wichtiger Grundstein zum Schutz und zur Entwicklung unserer Gewässer gelegt. Die Gewässerunterhaltungsverbände werden durch den Freistaat Thüringen finanziert. Der Gewässerunterhaltungsverband Untere Ilm ist seit dem 1. Januar 2020 als kommunaler Dienstleister für die Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung in seinem Verbandsgebiet tätig.

In den vergangenen zwei Unterhaltungsjahren wurden umfangreiche langjährige Gewässerunterhaltungsdefizite in Höhe von 6,5 Millionen Euro ermittelt und mit deren Beseitigung bereits begonnen. So konnten in den letzten zwei Jahren insgesamt bereits etwa 115 Gewässerkilometer mit einem Aufwand von insgesamt 600.000 Euro unterhalten werden. Aufgrund der begrenzten Landesmittel, aus denen der Gewässerunterhaltungsverband finanziert wird, kann die Defizitbeseitigung nur langsam und sukzessive über mehrere Jahre erfolgen. Wir sind stets bemüht, eine bestmögliche Priorisierung der Maßnahmenerfordernisse vorzunehmen und damit die Beseitigung vorhandener Mängel an den Gewässern so effizient wie möglich zu organisieren.

gez.
Leon Gläßer
Geschäftsführer

 

#WorldWaterDay

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